Paris – heimliche Hauptstadt von Europa

Paris - EiffelturmParis ist mehr als die französische Hauptstadt. Die Stadt an der Seine ist das Herz des Landes, das mit seinem Pulsschlag ganz Frankreich belebt und bestimmt. Paris lässt sich mit keiner anderen Stadt vergleichen, was bereits Kaiser Karl V. mit den Worten “Paris ist keine Stadt, sondern eine Welt” zusammenfasste.

Bereits ein Blick auf die Landkarte von Frankreich macht deutlich, welche Stellung Paris innehat. Alle Wege führen nach Paris, seien es Straßen oder Bahnlinien. Von allen französischen Regionen gelangen tagtäglich die köstlichsten Delikatessen in die Hauptstadt, wo sie dann auf den Märkten und in den Restaurants und Kneipen ihre Abnehmer finden.

Bei aller architektonischen Prachtentfaltung ist Paris dennoch eine Stadt voller Gegensätze, in der immenser Reichtum ebenso selbstverständlich ist wie Armut. Während sich auf den prächtigen Boulevards ein beeindruckendes Gebäude mit großzügigen Appartements an das andere reiht, suchen die Clochards unter den Brücken der Seine Tag für Tag nach dem, was die Reichen weggeworfen haben. So stellt sich die Frage, was nun eigentlich den unverwechselbaren Charme ausmacht, der Paris so unwiderstehlich und einzigartig macht.

Dies mag zum einen daran liegen, dass Paris trotz seiner pompösen Großbauten kein Freilichtmuseum ist, sondern eine mit prallem Leben erfüllte Stadt, die ihre Architektur benutzt, anstatt sie zu bewundern. Darüber hinaus ist Paris auch eine Stadt der Künstler, Dichter und Intellektuellen, die auch die Café- und Bistrokultur der Seinemetropole maßgeblich geprägt haben. So findet man in den “Künstlervierteln” Montmartre und Montparnasse zahllose Gelegenheiten, um bei einem Café au Lait die weltberühmte Bohème-Atmosphäre auf sich wirken zu lassen.

Selbstverständlich gehört es bei einem Besuch von Paris unbedingt dazu, dem Eiffelturm – Weltwunder und Wahrzeichen der Stadt – seine Reverenz zu erweisen. Das stählerne Monstrum zeigt sich aus der Nähe jedoch etwas unentschlossen; steht man direkt davor, sieht man nur einen kleinen Teil davon. Von der Aussichtsplattform des Turms hat man zwar einen überwältigenden Blick auf die Stadt, jedoch nicht auf den Eiffelturm selbst. Dennoch muss man oben gewesen sein, um zu verstehen, was das Meisterwerk von Gustave Eiffel für die Stadt bedeutet.

Paris - Notre DameEinen völlig anderen Anblick bietet dagegen die “machtvolle Symphonie in Stein”, wie der Schriftsteller Victor Hugo die Kathedrale Notre-Dame de Paris nannte. Die von Menschentrauben belagerte Kirche darf das architektonische und spirituelle Zentrum von Frankreich genannt werden. Selbst weniger religiös orientierte Besucher werden die majestätische Kathedrale als Wohnort von Quasimodo kennen, dem ebenfalls von Victor Hugo zum Leben erweckten buckligen Glöckner von Notre-Dame.

Um den Zauber von Paris voll und ganz auf sich wirken zu lassen, sollte man zu Fuß durch die engen Viertel der Stadt streifen, um die jeweils unterschiedliche Atmosphäre der verschiedenen „Quartiers“ zu fühlen. So entwickelt man ein Gespür für die zahlreichen Nuancen und Perspektiven, die von den eleganten Fassaden der Wohnhäuser, den engen Straßenzeilen der historischen Altstadt oder den in künstlerischer Unordnung aneinander gedrängten Kneipen, Antiquitätenläden und Bücherständen zu gewinnen.

Ein Stadtrundgang durch Paris muss nicht immer vom Louvre zum Arc de Triomphe führen; zuweilen gewinnt man mehr, wenn man in einem kleinen Bistro sitzt und so das “Savoir vivre“ entdeckt, das lebensfrohe und wunderbar liebenswerte Motto dieser Stadt.

Urlaub in der Metropole an der Seine

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